Abschied von Put!

Abschied von Put!

Abschied von Herrn Ka-PUT-!

Leute, ich muss Euch sagen, dass es mir seit ein paar Tagen nicht gut geht. Ich habe kaum Hunger, und mir tut irgendwie alles weh. Ich schlafe ganz viel und habe wenig Lust etwas zu unternehmen.

Frauchen hat mich mit Schmerzmitteln versorgt, aber auch das macht es irgendwie nicht besser. Ich glaube, ich bin echt alt und so langsam muss ich mich damit abfinden.
Frauchen ist sehr traurig und gibt mal wieder alles damit es mir nicht schlecht geht. Deshalb hab ich mich nochmal berappelt und versuche mit meiner Freundin Josie durch den Wald zu tippeln. Das ging auch erst ganz gut, doch irgendwie musste Frauchen mich nach Hause tragen, hab mich wohl übernommen. Darüber bin ich wirklich verärgert, denn es gibt hier noch ganz viel, was ich erleben möchte.

Heute ist meine Menschenfreundin Lenny in den Urlaub gefahren und sie hat sich ganz komisch von mir verabschiedet. Komisch, die kommt doch wieder..... und Frauchen lässt mich auch nicht mehr aus den Augen... ich ahne warum... ich bin ja auch sehr dünn geworden. Naja, ich schlaf mal ne Nacht drüber.

Auch dieser Tag ist nicht besser, eher schlimmer, aber wie immer versuche ich stark zu sein und zu kämpfen. Ich muss mein Fell aufstellen, so Schmerzen hab ich, genau wo, weiß ich nicht, mir tut eben alles weh. Fressen möchte ich lieber gar nichts mehr und die Mittel helfen nicht. Also fahren wir wieder dahin wo alle auch so nett sind, die sind auch sichtlich traurig über meinen Anblick.

Die Stimmung ist gedrückt, trotzdem fühle ich mich sicher. Frauchen hat mich fest im Arm und spricht ganz leiser mit mir. Sie hat mich so doll lieb, erzählt mir, dass es mir gleich gut geht und ich ihren Carlo grüßen soll. Josie liegt auch neben mir.


So schlafe ich friedlich und beschützt ein....

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Ich danke Dir von Herzen, mein kleiner Ka-PUT-, für all die Liebe und Dankbarkeit, die Du mir gegeben hast, für Deine Stärke und die tolle Zeit mit Dir. Wir vermissen Dich alle sehr und ich hoffe Du wartest an der Regenbogenbrücke mit „meinen Grauen" auf mich.
Jetzt bist Du für immer auf Deinem Lieblingsplatz im Garten und für immer in unseren Herzen. Mach´s gut mein Junge.

unser Gnadenbrothund Put

unser Gnadenbrothund Put

Im Oktober 2015 erreicht uns ein Hilferuf! Ein Jäger im fortgeschrittenen Alter konnte sich nicht mehr selbstversorgen. Der Zustand seines verwahrlosten Hauses und Umfeldes entsetzte die Helfer, aber wirklich schlimm war für die Hundefreunde der Zustand seiner beiden Jagdhunde. In einen besonders schlimmen Zustand war der alte, ausgediente ca. 14 Jahre alte Kopov Rüde Put.

Sein desolater Zustand veranlasste uns Put auf eine Jägerhunde Pflegestelle und aufzupäppeln bevor er dann in die Vermittlung kommen sollte.

Der alte Kopov Rüde war nach der Reise auf seine Pflegestelle von ca. 800 km erst einmal nur froh einen weiches Körbchen vorzufinden. Nachdem er sich ausgeschlafen hatte, war es Zeit Put mal genauer in Augenschein zu nehmen. Von dem Rüden ging ein extremer Gestank aus, der von seinen Zähnen herrührte, die sich in einem ganz schlimmen Zustand befanden. Seine Mundhöhle war total vereitert. Put´s Augen sind fast blind, seine Ohren voller Milben und Schmutz, sein rechtes Ohr eitrig! Hören kann der Rüde auch nicht mehr, weiterhin hat Put einen Walnuss großen Tumor am After, der eitrig und blutig ist. Letztlich war Put auch noch mit Flöhen übersät, was natürlich ein Graus für jede Pflegestelle mit eigenen Tieren is. Ein Horror!

14-10-put-kob-ZaehneAm nächsten Tag war sofort ein Besuch beim Tierarzt angesagt. Dort stellte sich weiterhin heraus, dass Put´s Analdrüsen so voll waren, voller ging es nicht mehr. So erklärte sich auch, dass Put sich nicht hinsetzen wollte/konnte. Beim Tierarzt wurde er jetzt rund um versorgt und medizinisch abgecheckt. Und vor allem ging es seinen Mitbewohnern an den Kragen.

Aber Put hat sich nicht aufgegeben sondern begrüßt die Mitglieder seiner Pflegefamilie schwanzwedelnd und freudig! Die Weimaraner Hündin mag den Rüden sehr und besonders hat es ihm die 9 jährige Tochter angetan, die mit Put kleine Seniorenrunden spazieren gehen darf. Put darf bleiben wo er jetzt ist. Denn seine Pflegestelle erklärte sich bereit Put dauerhaft aufzunehmen. Somit wandelte sich die Pflegestelle in einen Gnadenbrotplatz.

Damit Put aber seine restliche Lebenszeit würdevoll genießen kann, kommt er um eine Operation nicht herum. Zähne und Tumor sind dringend zu operieren! Wir freuen uns über Ihre finanzielle Unterstützung auf unser Vereinskonto unter dem Stichwort "Put".

put-aufmacherKlicken Sie auf das Bild und lesen Sie, wie Put in sein neues Zuhause kam und was er in den ersten Tagen dort erlebte!
"Warum ein Hund aus dem Tierschutz

"Warum ein Hund aus dem Tierschutz

- noch dazu ein alter Hund?"... wurde ich gefragt.

Zu viele Hunde warten in Tierheimen und Pflegestellen auf ein neues Zuhause. Dass deren Kapazitäten oftmals ausgelastet sind, spricht für sich. Welpen und junge Hunde haben gute Vermittlungschancen, alte hingegen kaum. Sie gelten als nicht mehr so agil, altersbedingte Erkrankungen werden befürchtet, ebenso der frühe Verlust des neu gewonnenen Begleiters aufgrund der Lebenserwartung.

sugar text2Alles Sorgen, die uns betreffen. Aber denken wir dabei auch an die alten Hunde? Die nichts von diesen Bedenken wissen, die nichts für ihr Alter können und im Tierheim einer ungewissen Zukunft entgegensehen? Die nicht für sich selbst entscheiden, keinen Einfluss auf ihr Schicksal nehmen können, sondern auf die Gunst des Menschen angewiesen sind. Auch diese Hunde im Tierheim, bewusst abgegeben oder durch unglückliche Umstände dort gelandet, wurden einmal geliebt, haben ihre Treue und ihre Zuneigung dem Menschen entgegengebracht. Nun sitzen sie dort und warten, vielleicht die restliche Zeit ihres Lebens vergeblich.
Uns tun diese Hunde leid, dabei ist es doch an uns selbst zu handeln und einem Hund aus dem Tierschutz ein neues Zuhause zu geben.

Aufgrund meiner Gegebenheiten war es mir möglich, nach Kennenlernen und Sympathie auf beiden Seiten, dem über "Jägerhunde" vermittelten Weimaraner Sugar bei mir ein neues Zuhause zu geben.

Fernab von Großstadt, Lärm, Hektik, vielen Menschen und Hunden auf engem Raum, ruht er in sich selbst. Ein Tagesablauf, der ihm Sicherheit vermittelt, genug Bewegung und Beschäftigung in der freien Natur, kommen seinem Wesen entgegen. Rassetypisch wachsam, aber niemals von sich aus aggressiv gegenüber Mensch oder Tier.

Vom ersten Tag an fielen die Vorteile eines "alten" Hundes auf. Mit Alltagssituationen, als Beispiel Autofahren und alleine bleiben, vertraut, stubenrein und mein Inventar verschonend, war eine absolut problemlose Integration in den Alltag möglich. Alle Abläufe, die bei einem Welpen mit viel Geduld und Zeit noch erlernt werden müssen, waren bei diesem erwachsenen Hund bereits gefestigt. Die Eingewöhnungszeit war sehr kurz, nach ein paar Tagen war er mit dem gegebenen Alltag vertraut, hatte sich eingelebt und blühte positiv auf.

Meine arbeitsbedingte Abwesenheit wird für ein Schläfchen genutzt, eine Rundum-Beschäftigung freut ihn, wird aber nicht eingefordert wie bei einem Junghund. Dank der bereits vorhandenen und gefestigten korrekten und hervorragenden Grunderziehung mit Beherrschung der Kommandos können wir allen Situationen stress- und konfliktfrei begegnen, mit Stolz bewundere ich meinen treuen Begleiter, der meine Gedanken vorauszuahnen scheint und sich in jeder Lage vorbildlich verhält.sugar text1

Vielleicht aus Dankbarkeit oder Freude über sein neues Zuhause, er möchte immer alles richtig machen und gefallen. Mehr kann man sich von einem Hund nicht wünschen, für mich ist dieser "alte" Hund aus dem Tierschutz der perfekte Hund, genauso wie er ist. Bestimmt hat auch er seine "Macken", wie jedes Tier und jeder Mensch, aber sind es nicht gerade auch die Eigenschaften, die ein Individuum unvergleichbar und in seiner eigenen Art liebenswert machen?

Liebe Leser, über meine Erfahrungen mit einem alten Hund aus dem Tierschutz kann ich nur Positives berichten. Vielleicht kann Ihnen dieser Beitrag Anregung sein, sich ebenfalls einen Hund aus dem Tierschutz zu suchen. Mut machen, entgegen verbreiteter Vorurteile, einem Secondhand-Hund, auch einem alten Hund, eine Chance zu geben. Die Chance auf ein eigenes Zuhause, das ihm Sicherheit und Geborgenheit gibt, in dem er seine letzten Jahre angenehm und in Würde verbringen darf. Die Chance, für Sie der perfekte Hund sein zu dürfen.

sugar text4Nicht vergessen sollte man die Menschen, ohne die solch ein Zusammenfinden Mensch-Hund Gespann nicht möglich wäre. Ehrenamtliche Helfer aus dem Tierschutz, wie bei "Jägerhunde", oder Mitarbeiter in den Tierheimen, die sich mit ganzem Herzen und höchstem Engagement dafür einsetzen, für alle Hunde ein geeignetes Zuhause zu finden, die auch nach der Vermittlung mit Rat und Hilfe beiseite stehen.

Mein ganz besonderer Dank gilt Frau Franziska Hudde (Jägerhunde) und Herrn Kai Wagner (Jagd-in-Hattersheim.de), sowie Frau Trapp und den anderen guten Seelen aus dem Tierheim Berlin.

Silja Greiffenhagen und Sugar