ein schwerer Fall - Sandor

Sandor II vom Boekenhof, Deutsch Drahthaar, 8 Jahre

 

Nachdem unsere Teckelhündin, mein Seelenhund, mit 14 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen ist, war ich zunächst nicht auf der Suche nach einem neuen Hund. Eher lustlos und ohne viel Interesse habe ich immer wieder die Anzeigen zu vermittelnden Jagdhunden betrachtet. Nach einem Jahr bin ich auf die Anzeige von Sandor gestoßen und seine Geschichte hat mich augenblicklich gefesselt. Zudem war sein hohes Gewicht (damals in der Spitze unglaubliche 73 Kilo!!!) ein Grund zu glauben, dass dieser Hund nicht so schnell ein neues Zuhause bekommt.

Das hat mein Herz irgendwie nachhaltig berührt. Die Anzeige war dauerhaft bei mir geöffnet und jedes Mal, wenn ich die Seite von „Jägerhunde“ neu geladen habe, war er immer noch da… Ich habe mir ein Herz gefasst und bei Sabine angerufen und mich nach den Gegebenheiten erkundigt. Dann wurden die Gedanken in meinem Kopf immer konkreter und ich bin aus NRW in den hohen Norden gefahren, um ihn zu besuchen. Trotz seiner Fülle war ich sofort von ihm angetan und wollte zuhause alles vorbereiten. Ein Zwinger wurde gebaut, da er bisweilen in einem Zwinger lebte und ich nicht einschätzen konnte, ob er sich im Haus wohlfühlen würde. Der große Garten musste gezäunt werden und Vorkehrungen für den zukünftigen Transport im Pickup überlegt werden, denn aufgrund seiner Körperfülle konnte er nirgends hochspringen oder einsteigen. Seine Pfleger hatten ihn, nachdem sein Herrchen verstorben war, liebevoll umsorgt und auf Diät gesetzt, so dass er zum Zeitpunkt der Abholung schon 13 kg abgenommen hatte.


Zuhause hat er sich schnell eingelebt und an das Leben im Haus gewöhnt. Mit abnehmendem Gewicht und Aufbau von Muskeln wurde er fitter und aktiver. Er ist anderen Hunden (vor allem Rüden) gegenüber schwierig, aber mit einer ausgezeichneten Trainerin sind wir auf einem guten Weg. Unsere gemeinsame jagdliche Passion schweißt uns immer mehr zusammen und er zeigt immer wieder seine gute Ausbildung. „Der Drahthaar ist hart gegen sich selbst und gegen andere“ hat Sabine zu mir gesagt und sie hat in seinem Fall Recht behalten. So passioniert wie er jagt, so verschmust und anhänglich kann er daheim auch sein! Ich habe einen ambitionierten Jagdgefährten bekommen und er darf seiner Passion in Feld und am Wasser nachgehen, – es ist für uns beide ein Gewinn!


Es macht so viel Spaß mit ihm und auch wenn es manchmal eine Herausforderung ist, weiß ich doch, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe! Ich kann selbst kaum glauben, was im vergangenen Jahr alles passiert ist!


Vielen Dank, liebe Sabine, dass du dich für diesen Hund eingesetzt hast! Du hast mit offenen Karten gespielt, keine falschen Hoffnungen gemacht und ihn richtig eingeschätzt.


Ich bin sehr dankbar für diesen tollen Jagdpartner!

Liebe Grüße Anna & Sandor

Tillmann der "Second Hand Hund"

Gesehen, schockverliebt, direkt mitgenommen. Dann kam das große aber zu Hause... Die 2 Rauhaardackelrüden waren nicht begeistert von dem "Nicht-Bartträger".

Sagen wir mal so es war bei denen keine Liebe auf dem ersten. 2ten oder 3ten Blick nein es waren ca. 3 bis 4 Monate, bis sich die "Jungs" aneinander gewöhnt haben. Um ehrlich zu sein war es für uns alle nicht einfach, da Tillmann mit seinen 14 Monaten nicht viel kannte und dies auch öfters mit Knurren uns gegenüber deutlich machte...

Dennoch sind wir am Ball geblieben und haben mehrere Hundetrainer abgeklappert, bis wir bei der Lieben Claudia Wollbrink gelandet sind. Die uns bis heute mit Rat und Tat zur Seite steht. 💚 Tilli ist nun etwas über 1 Jahr bei uns und was soll ich sagen... am Wochenende ist er mit mir seine 1. Treibjagd gelaufen, bekomme das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht, weil der "Tierschutzhund" diese mit Bravour gemeistert hat.

Wir lieben dieses "kleine Monsterchen" so sehr!

Sabine auch dir danken wir sehr, da ohne dich und dein Team diese Vermittlung nicht zustande gekommen wäre.  Auch danke für die Zahlreichen Telefonate :) und dass ihr euch so gut um all die anderen Fellnasen kümmert!!!

Nina Butzke

die Geschichte von Teckel Max

Die Geschichte von Max:

Am 8. Mai 2016 habe ich im Auftrag von Jägerhunde e.V.  Max im Weserbergland von seiner vorherigen Familie abgeholt. Zu der Zeit war der Dackel in einem ausgesprochen erbärmlichen Zustand.

Am gleichen Tag noch habe ich den Hund mit nach Hause nach Ostfriesland genommen und nach einer Nacht auf die Pflegestelle  Jägerhunde e.V. zur Familie Meinders gebracht.

Da ich zu diesem Zeitpunkt aus beruflichen Gründen keinen eigenen Hund halten konnte, - ich fuhr im zwei bis dreiwöchigen Rhythmus zur See, wollte ich mich aber zumindest für Jagdhunde im Tierschutz einbringen. Mit Kathrin Meinders, der zweiten Vorsitzenden von Jägerhunde e.V., hatte ich die Vereinbarung getroffen, je nach Bedarf und Notfällen hier in Ostfriesland zu helfen.

Max wurde auf Grund seines schlechten Zustandes am nächsten Tag beim Tierarzt vorgestellt. Der Befund liest sich aus heutiger Sicht immer noch gruselig.

Mäßiger Ernährungszustand, Muskulatur mäßig ausgeprägt (die Kniescheiben sind bei Bewegung rausgesprungen), verkümmerte Rücken-Keulen- und Brustmuskulatur, Haarausfall an allen 4 Pfoten den hinteren Läufen der Rute den Behängen dem Nasenrücken und um die Augen, Hinweise auf Flohbefall, Milbenkot in den Gehörgängen, intermittierende Lahmheit der Hinteren Gliedmaßen im Trab. Und dies ist nur ein Auszug aus dem Befund.

Die Voraussetzungen um ein tapferer Jagdhund zu werden waren also denkbar ungünstig, grade mit der Einschätzung des Vorbesitzers:“ Ahhh.. Der hat kein Interesse an Wild!“ Grund dieser Einschätzung, der gerade mal 20 Wochen alte Welpe sollte eine Totsuche auf ein Wildschwein machen, zeigte jedoch kein Interesse……

Diese Prognose konnten wir aber nach dem ersten Kontakt mit Wild sehr schnell entkräften. Als Beispiel hat Max zu unserer Verwunderung beim ersten Kontakt mit einem Fuchs an demselben gebeutelt.

Es hatte sich etabliert, dass der Dackel, je nachdem wie meine Einsätze auf See sich gestalteten, 14 Tage oder 3 Wochen bei der Familie Meinders und daraufhin genau solange bei mir war. Diese Wechsel machte der Dackel erstaunlich gut mit, da so wie ich glaube alles cooler und interessanter ist als sein vorheriges Leben.  Mittlerweile habe ich Max völlig übernommen, da sich meine berufliche Situation so verändert hat, dass ich Max ohne schlechtes Gewissen behalten kann, sollte es mal eng werden, kann ich immer noch auf Familie Meinders zählen.

Mit der Zeit einer Umstellung der Ernährung und ganz viel Bewegung an der frischen Luft haben aus dem räudigen Dackel einen sehr ansehnlichen kleinen Max gemacht. Überall wo Max mit mir aufgetauchte, hat er am laufenden Band Herzen gebrochen, er hat sich sehr manierlich benommen und war immer sehr interessiert an allem und jedem. Max hat nie Scheu vor Menschen gezeigt, er war eher sehr aufgeschlossen und kontaktfreudig. Einzig alleine bleiben findet der Dackel weiterhin sehr unschön.

Immer wieder hat Max seine jagdliche Passion gezeigt, also wollten wir mal gucken, ob man nicht doch noch einen Jagdhund aus der „runtergekommenen Wurst ohne Interesse an Wild“ machen kann.

Nach einigen sehr informativen Gesprächen mit dem DTK (Deutscher Teckel Klub) war klar was möglich ist und was dafür gemacht werden muss.

Nach einigen Formalitäten war nicht nur der Dackel Mitglied im DTK sondern auch ich. (Da habe ich bis vor einiger Zeit überhaupt gar nicht gerechnet.)

Besonders möchte ich die Ortsgruppen Ihlow und Delbrück erwähnen. Hier habe ich sehr viel lernen können und so den Dackel erfolgreich auf die Prüfungen vorbereiten können.

Max wurde nach der Teilnahme an einer Zuchtschau eine Registrierbescheinigung vom DTK ausgestellt. Diese Bescheinigung hat uns dann erlaubt an Prüfungen im DTK teilzunehmen. Das haben wir dann auch getan und Max hat die Schussfestigkeitsprüfung,

Spurlautprüfung im 1. Preis,

Baueignung BhKf/95 und eine

Schweißprüfung über 1000m /24 Stunden bestanden.

Die Ausbildung und alle Prüfungen haben Max und mich  zusammen geschweißt und uns zu einem immer besseren Gespann werden lassen.

Das Gelernte hat Max auch in verschiedenen aktiven Jagd-Situationen anwenden dürfen, sei es bei der Baujagd in Ostfriesland, beim Stöbern vom Stand in Brandenburg oder bei Todsuche  von Rehwild.

Bis jetzt war die Übernahme von Max ein absoluter Erfolg für alle Beteiligten und natürlich besonders für unseren Löwen!

Habbo Cramer

Happy End Geschichte - Pino BGS

Happy End Geschichte - Pino BGS

pino story1Unser Pino ist jetzt mittlerweile 2 Jahre bei uns.

Von der Anzeige im Internet bis zum Einzug in unsere 4 Wände sind keine 10 Tage vergangen. Unsere Dackeldame und Pino haben sich beim ersten Treffen verstanden, so war der Entschluss sofort gefasst.

In den zwei Jahren bis jetzt haben wir sehr viel mit ihm gearbeitet und trainiert. Angefangen hat alles damit, dass Pino, als er zu uns kam, kein Auto fuhr - Pino hat regelmäßig Panikattacken bei der Fahrt bekommen. So hieß es langsam wieder mit allem anfangen. Dank unserer guten Hundetrainerin und viel Geduld haben wir das glücklicherweise wieder sehr gut in den Griff bekommen. Urlaube sowie Jagdeinladungen in ganz Deutschland können wahrgenommen werden. Auch war er anfänglich nicht der selbstsicherste Hund. Dieses verlor er nach und nach.

pino story2Zur Jagdhundeausbildung: Pino, als Bracke, hat das Wasser natürlich zuerst gemieden. Eine kleine Pfütze war schon zu nass.

Viel Training im Wasser hat ihn dazu gebracht, dass er mittlerweile zu jeder Jahreszeit liebend gerne schwimmen geht. Selten lässt er ein Gewässer aus. Auch haben wir uns dafür entschieden, ihn hinsichtlich Schweißes auszubilden. Das hat dazu geführt, dass Fährten länger als 1,5 km für ihn kein Problem mehr darstellen. Dieses Jahr wird er die Brauchbarkeit für Nachsuchenhunde ablegen. Worauf wir natürlich schon ganz gespannt sind.

Auch das Stöbern funktioniert perfekt - hierbei bewegt er sich meist nie weiter als 500 m, lässt sich zwischendurch immer mal wieder blicken. Spurlaut, verbellt, schneidet nicht an. Jagdeinladungen kommen dank Pino regelmäßig.

Selbst die Bracke kann mittlerweile zwischen Arbeit und Freizeit unterscheiden, so ist fast jeder Spaziergang im Revier ohne Leine machbar.

Im Haus ist Pino der liebste Hund, ganz ruhig und entspannt, anschmiegsam. Das war definitiv eine der besten Entscheidungen, Pino ein neues Zuhause zu geben.

pino story1Wir bereuen keine einzige Minute.

Jan Gert Niederberghaus

Anmerkung Jägerhunde: Pino wurde für die Tierhilfe Sauerland e.V. vorgestellt.